Macht Geld glücklich?

Macht Geld glücklich?

Das ist wohl eine der häufigsten Fragen der Welt!

Auf der Seite der Ing Diba ist ein interssanter Artikel zu lesen, der sich mit dem Verhältnis
Geld zu Glück beschäftigt. Hier ein Auszug (Autor Ing-Diba):

Ein bisschen Geld in der Tasche hat jeder gerne und eine Portion Glück dazu kann auch nicht schaden. Aber macht Geld wirklich glücklich? Und haben glückliche Menschen ein besseres Händchen für ihre Finanzen?

Wenn wir eigentlich alles haben, was wir zum Leben brauchen, macht noch mehr Geld dann glücklicher? Schon kleinen Kindern bringt man bei, die Welt nicht nur nach materiellen Werten zu beurteilen. Trotzdem verbringen manche Erwachsene viel Zeit damit, einer Menge Geld hinterherzulaufen. Andere denken sich: Was soll‘s, die wirklich schönen Momente im Leben kann man sowieso nicht kaufen. Wer hat Recht? Studien deuten darauf hin, dass ein bestimmtes Einkommensniveau dabei hilft, glücklich und zufrieden durchs Leben zu gehen.

Zum Glück wird geforscht

Viele Wissenschaftler haben sich in den letzten Jahren mit dem Thema beschäftigt. Ob mit wachsendem Kontostand auch immer das Wohlbefinden steigt – darüber besteht noch keine Einigkeit. Der Psychologe Daniel Kahneman zum Beispiel kommt zusammen mit dem Nobelpreisträger Angus Deaton zu dem Ergebnis, dass parallel zum Einkommen auch die Zufriedenheit neue Höchstwerte erklimmt. Kahneman sieht aber einen Effekt nur bis 75.000 Dollar pro Jahr. Liegt das Einkommen darüber, neigen Betroffene dazu, sich mit anderen „Leidensgenossen“ zu vergleichen. Wenn dann der Nachbar mehr Geld hat, kann der Neideffekt dem Wohlfühlfaktor im Weg stehen.

Gegen die Vermutung, dass Glück nur zusammen mit viel Geld funktioniert, spricht wohl der Happy Planet Index der New Economics Foundation. Einwohner von wohlhabenden Ländern sind demnach nicht automatisch zufriedener. Costa Rica hat es mit einem jährlichen Durchschnittseinkommen von nur 14.900 Dollar auf den ersten Platz geschafft.


Verdienen glückliche Menschen mehr?

Wenn wir Dinge tun, die uns wirklich Spaß machen, kann sich das auf unser gesamtes Leben auswirken. Auch auf den Umgang mit Geld. Denkbar ist, dass glückliche Menschen vernünftigere Entscheidungen treffen und allgemein produktiver sind. Klar, dass das auch das Einkommen positiv beeinflussen kann. Auch zwischen Geld, Glück und Gesundheit besteht ein Zusammenhang. Im Jahr 2012 kam eine Studie der britischen Ökonomen Jan-Emanuel De Neve und Andrew Oswald zu dem Ergebnis, dass eine sehr unglückliche Pubertät zu einem um 30% niedrigeren Einkommen mit 29 führen kann. Eine glückliche Pubertät wiederum tut auch dem späteren Gehalt gut. 10% über dem Durchschnitt sind möglich.

Wie viel Gramm Glück darf‘s sein?

Eigentlich weiß noch niemand so richtig, wie man Glück messen soll. Die Glücksforschung ist dabei, dafür Konzepte zu entwickeln. Auch globale Institutionen versuchen Wirtschaftsindikatoren mit Wohlfühlfaktor aufzustellen – als Ausgleich zu den traditionellen Zahlenwerten wie dem Bruttosozialprodukt. Die UN gibt zum Beispiel den World Happiness Report heraus.

Kennen Sie das Bruttonationalglück?

Das Himalaya-Königreich Buthan nimmt das Thema Glück sehr ernst und hat dafür gleich eine staatliche Kommission eingerichtet. Das Land geht damit seinen eigenen Weg. Anders als die westlichen Industriestaaten, die ihren wirtschaftlichen Erfolg vor allem an Zahlen festmachen, legt Buthan jährlich den Gross National Happiness Index fest. Der Index kommt zustande indem neun Bereiche bewertet und ausgewertet werden – dazu gehören zum Beispiel soziale Gerechtigkeit, Gesundheit, Umwelt und Lebensstandard.

Kostenlose Glücksmomente

Was haben die Umarmung von Mutti und ein gutes Gespräch von Mensch zu Mensch gemeinsam? All das gibt’s umsonst. Der Zusammenhang zwischen Einkommen und Zufriedenheit ist noch nicht abschließend erforscht. Vielleicht muss einfach jeder selbst das richtige Verhältnis von Geld und Glück für sich finden. Außerdem kann es auch nicht schaden, beim Thema Geld einfach seinen eigenen Weg zu gehen, ohne zu sehr darauf zu achten, wie viel andere haben. Was meinen Sie?

Autor: ING-DiBa


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